BREW LAB

graycano · brew the moment

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Fehlt etwas in deiner Kaffee-Ecke?

Jedes Gerät hier steckt als Kennwert im Rechner: die Mühle in der Klickumrechnung, die Papiere im Extraktionsversatz, die Konzentrate in der Wasserrechnung, das Refraktometer in der Messung. Wer eines davon wechselt, verschiebt das Ergebnis, und der Rechner weiß, um wie viel.

Mühle
C40 Nitro Blade

Die Referenzmühle des Rechners. Alle Klickangaben sind auf ihre Steigung von 30 Mikrometer pro Klick kalibriert, jede andere Mühle wird daraus umgerechnet.

299 €
Mühle
C60 Baracuda

Dasselbe Haus, ein größeres Mahlwerk: Das Baracuda mahlt bei Filtereinstellungen weit über ein Gramm pro Sekunde. Der Rechner übernimmt für sie die Klickskala der C40, gemessen ist die nicht.

598 €
Mühle
X25 Trailmaster

Dasselbe NITRO BLADE Mahlwerk wie in der C40, nur im leichten Unibody für unterwegs. Die Klickangaben des Rechners gelten deshalb unverändert.

228 €
Dripper
Graycano Dripper

Der konische Aufguss im Modell. Sein Bett hält rund 2,0 g Wasser pro Gramm Kaffee zurück, und genau diese Menge zieht der Rechner vom Getränkegewicht ab.

65 € bis 75 €
Flachbett
Graycano Coin

Macht aus dem Dripper einen Flachbett-Brüher. Der Rechner setzt dann ein gleichmäßigeres Bett an, mehr Körper und rund 0,02 Prozentpunkte weniger TDS.

16 €
Filterpapier
Filter GC01

Der Nullpunkt der Papierskala im Modell: Es verschiebt die Extraktion um nichts. Alle anderen Papiere werden gegen dieses gerechnet.

14 €
Filterpapier
Filter Fast Cone

Im Modell 0,45 Prozentpunkte Extraktion unter dem GC01. Dafür lässt der schnelle Durchfluss feineren Mahlgrad zu, ohne dass das Bett staut.

45 €
Filterpapier
Filter Fast Flat

Dieselbe Rechnung als Flachbett für den Coin: 0,40 Prozentpunkte unter dem GC01, bei etwas gleichmäßigerem Bett.

45 €
Filterpapier
Filter B3 Cone

Im Modell 0,15 Prozentpunkte über dem GC01, dazu mehr Körper und ein längerer Nachgeschmack. Entwickelt mit Brewers-Cup-Weltmeister Matt Winton.

45 €
Wasser
APAX LAB Box Set

Die drei Konzentrate hinter der Wasserrechnung. Was du oben in Gramm pro Liter einstellst, ist die Dosierung aus genau diesen Flaschen.

90 €
Wasser
KONFLUX

Arbeitet mit Quarz statt Magnesium und schiebt vor allem Körper, Süße und Textur. SCA Best New Product 2026.

32 €
Messung
DiFluid R2 Extract

Das Gerät für das Feld darüber. Sobald ein gemessener TDS darin steht, ersetzt er die Prognose in der gesamten Auswertung.

225 €

Dokumentation

Wie der Brew Lab rechnet

Die Gleichung

Die Extraktionsrate sagt, welcher Anteil des Kaffeemehls sich im Wasser gelöst hat. Sie folgt aus drei Zahlen: der Konzentration des fertigen Getränks, seiner Masse und der eingesetzten Kaffeedosis. Die Konzentration heißt TDS, total dissolved solids, und wird mit einem Refraktometer gemessen.

Extraktion % = TDS % × Getränkemasse g / Dosis g 1,32 % TDS bei 250 g Getränk aus 18 g Kaffee ergeben 18,3 % Extraktion.

Der Brew Lab rechnet diese Gleichung in beide Richtungen. Ohne Refraktometer schätzt er den TDS aus deinem Rezept und den Angaben zur Bohne. Sobald du einen gemessenen Wert einträgst, dreht er die Rechnung um und ersetzt die Schätzung in der gesamten Auswertung durch deine Messung.

Zwei Achsen, nicht eine

Extraktion und Stärke werden im Alltag oft in einen Topf geworfen, hängen aber an verschiedenen Reglern. Die Extraktion beschreibt, wie viel aus dem Kaffee herausgelöst wurde, und entscheidet über sauer gegen bitter. Die Stärke beschreibt, wie viel davon in einem Schluck steckt, und entscheidet über dünn gegen wuchtig.

Beim Filterkaffee bewegt der Mahlgrad vor allem die Extraktion, die Ratio vor allem die Stärke. Beim Espresso übernimmt die Bezugszeit die Rolle des Mahlgrads und die Auslaufmenge die der Ratio. Wer beide Achsen in derselben Brühung anfasst, weiß hinterher nicht, welcher Hebel gewirkt hat. Deshalb nennt die Korrektur immer nur eine Änderung.

SCA Brewing Control Chart

Das Diagramm trägt die Extraktion waagerecht und den TDS senkrecht auf. Das ausgefüllte Rechteck ist der Golden-Cup-Korridor der Specialty Coffee Association: 18 bis 22 % Extraktion bei 1,15 bis 1,35 % TDS. Der gestrichelte Streifen darüber reicht bis 1,42 % und markiert den Bereich, in dem viele moderne Filterrezepte bewusst liegen.

Die Diagonalen sind Brew Ratios. Entlang einer Diagonale verschiebt sich die Extraktion, ohne dass sich das Verhältnis von Kaffee zu Wasser ändert. Für Espresso gibt es kein offizielles Golden-Cup-Äquivalent. Der Korridor von 8 bis 12 % TDS ist Branchenpraxis, kein Standard.

Mahlgrad in Klicks

Mühlen sprechen nicht dieselbe Sprache. Der Brew Lab gibt den empfohlenen Mahlgrad deshalb in Mikrometer aus und rechnet ihn zusätzlich in Klicks um: Comandante C40 mit und ohne Red Clix, 1Zpresso JX-Pro, Timemore C2 und C3, Kingrinder K6, Baratza Encore und Fellow Ode Gen 2.

Das sind Vergleichswerte, keine Kalibrierung. Jede Mühle hat eine eigene Steigung pro Klick, und der Nullpunkt verschiebt sich mit dem Einlaufen und dem Verschleiß des Mahlwerks. Nimm die Zahl als Startpunkt und notiere dir deinen eigenen Versatz. Danach gilt er für alle weiteren Empfehlungen.

Grenzen des Modells

Der Brew Lab ist ein Modell, kein Messgerät. Die Prognose beruht auf veröffentlichten Zusammenhängen zwischen Mahlgrad, Temperatur, Kontaktzeit und Löslichkeit sowie auf Kennwerten für Aufbereitung, Varietät und Röstgrad. Wie weit eine einzelne Charge davon abweicht, verrät nur die Messung.

Die Achsen Säure, Süße, Bitterkeit, Körper und Nachgeschmack reagieren nachweislich auf Extraktion und TDS. Klarheit und Adstringenz sind dagegen Praxisbegriffe und keine offiziellen Bewertungsattribute. Gerechnet wird alles im Browser, ohne Server dazwischen.

Häufige Fragen

Multipliziere den gemessenen TDS in Prozent mit der Masse des fertigen Getränks in Gramm und teile das Ergebnis durch die Kaffeedosis in Gramm. 1,32 % TDS bei 250 g Getränk aus 18 g Kaffee ergeben 18,3 % Extraktion. Ohne Refraktometer schätzt der Brew Lab den TDS aus Mahlgrad, Ratio, Temperatur und Kontaktzeit und rechnet die Extraktion daraus.

Die Specialty Coffee Association nennt 1,15 bis 1,35 %. Viele moderne Rezepte gehen bewusst bis 1,42 %, weil das Getränk dann dichter wirkt, ohne überextrahiert zu sein. Entscheidend ist die Kombination aus beiden Achsen: hoher TDS bei niedriger Extraktion schmeckt sauer und schwer, niedriger TDS bei hoher Extraktion dünn und bitter.

Nein. Ohne Messung liefert der Brew Lab eine Prognose aus dem Rezept, und die reicht, um in die richtige Richtung zu justieren. Ein Refraktometer macht aus der Prognose eine Messung: Sobald TDS und Getränkegewicht eingetragen sind, rechnet die gesamte Auswertung mit diesen Zahlen statt mit dem Modell.

Sauer und dünn ist fast immer Unterextraktion. Mahle feiner und lass alles andere unverändert, bei einer Comandante C40 sind zwei bis drei Klicks ein guter erster Schritt. Bleibt es sauer, geh mit der Wassertemperatur von 93 auf 95 oder 96 °C. Die Ratio ist dafür der falsche Hebel, sie verschiebt die Stärke und nicht die Extraktion.

Das ist hohe Extraktion bei niedrigem TDS: zu fein gemahlen und gleichzeitig zu weit aufgegossen. Geh mit dem Mahlgrad gröber, um die Bitterkeit zu nehmen, und zieh die Ratio danach enger, etwa von 1:17 auf 1:15, um Körper zurückzuholen. Nacheinander, nicht in derselben Brühung.

Die Umrechnung beschreibt die Bewegung des Mahlkegels in Mikrometer pro Klick. Fertigungstoleranzen, das Einlaufen eines neuen Mahlwerks und Verschleiß verschieben den Nullpunkt um mehrere Klicks. Der ausgegebene Wert ist deshalb ein Startpunkt. Einmal am eigenen Referenzrezept abgeglichen, gilt derselbe Versatz für alle weiteren Empfehlungen.

Ja. Der Umschalter am Seitenkopf wechselt auf Espresso. Dann rechnet das Tool mit Brühdruck, Puck-Vorbereitung und Pre-Infusion, und die Korrektur läuft über Bezugszeit und Auslaufmenge statt über Mahlgrad und Ratio. Das Extraktionsziel bleibt bei 18 bis 22 %, der TDS-Korridor liegt bei 8 bis 12 % und ist Branchenpraxis, kein SCA-Standard.

Wie die Bohne selbst in die Rechnung hineinspielt, steht unter Was ist Specialty Coffee. Wer lieber vor Ort probiert, findet uns in der Graycano Brew Bar. Das passende Werkzeug steht weiter oben auf dieser Seite.